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Versorgungsleistungen

Versorgungsleistungen

Das PVW bietet seinen Mitgliedern eine beitragsbezogene Versorgung im Alter und bei Berufsunfähigkeit. Es versorgt im Falle Ihres Todes Ihre Hinterbliebenen mit einer adäquaten Hinterbliebenenversorgung.


Versorgungsleistungen sind (für Mitglieder, deren Mitgliedschaft nach dem 31.12.2009 begonnen hat.):

1. Altersrente
2. Berufsunfähigkeitsrente
3. Hinterbliebenenrente


1. Altersrente

Versorgungsleistung im Alter ist die Altersrente (§ 27 der Satzung des PVW), deren Beginn das Mitglied nach Bedarf in einem gewissen Rahmen individuell bestimmen kann. Ein Anspruch auf Altersrente besteht auf Antrag frühestens mit dem Ersten des Monats nach der Vollendung des 62. Lebensjahres. Der Rentenbeginn kann längstens bis zum 70. Lebensjahr hinausgeschoben werden, wobei die nichtbezogene Rente den aufgeschobenen Anspruch erhöht. Eine zusätzliche Rentenerhöhung kann erreicht werden, wenn während des Aufschubs (vom vollendeten 62. Lebensjahr bis zum gewünschten Rentenbeginn) weiterhin Beiträge und freiwillige Mehrzahlungen geleistet werden. Für Mitglieder, die im Zeitpunkt des Beginns der Altersrente nicht verheiratet sind, nicht in einer eingetragenen Partnerschaft leben und keine versorgungsrentenberechtigten Kinder haben, erhöht sich die Altersrente um den „Single-Zuschlag“ in Höhe von 6 % der nach der Tabelle ermittelten Altersrente.

 

2. Berufsunfähigkeitsrente

Ein Anspruch auf dauernde oder zeitlich befristete Berufsunfähigkeitsrente besteht, wenn

  • das Mitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, einen Beruf auszuüben, der es zur Mitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer berechtigt,
  • das Mitglied diese Tätigkeit aufgegeben hat und
  • die Wartezeit von einem Jahr erfüllt ist.
  • Die Wartezeit entfällt, wenn die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall eintritt.

Die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente ist ausgeschlossen, wenn das Mitglied bei Eintritt in das Versorgungswerk bereits berufsunfähig war. Bei Eintritt der Berufsunfähigkeit vor dem Altersrentenbeginn
werden Beiträge fiktiv bis zum 60. Lebensjahr zugerechnet. Aus ihnen ergibt sich eine Zusatzrente, die auch in Fällen früher Invalidität einen angemessenen Berufsunfähigkeitsschutz gewährleistet.
Nach dem vollendeten 62. Lebensjahr wird ausschließlich Altersrente gezahlt.

 

3. Hinterbliebenenrente

Das Psychotherapeutenversorgungswerk leistet Witwenrente bzw. Witwerrente für hinterbliebene Ehegatten sowie für die hinterbliebene Partnerin oder den Partner einer eingetragenen Partnerschaft (Partnerrente). Voraussetzung dafür ist, dass die Ehe oder die eingetragene Partnerschaft vor Vollendung des 60. Lebensjahres und vor Beginn der Berufsunfähigkeit des Mitglieds geschlossen wurde und im Zeitpunkt des Todes mindestens 3 Jahre bestanden hat. Die Versorgung beträgt 60· % der Rente, die das Mitglied bezogen hat oder im Zeitpunkt seines Todes bezogen hätte. Eine Anrechnung anderer Einkünfte auf die Hinterbliebenenrente erfolgt nicht.
Halb- bzw. Vollwaisenrente erhalten die hinterbliebenen leiblichen Kinder und Adoptivkinder des Mitglieds. Die Halbwaisenrente beträgt je Kind 20 %, die Vollwaisenrente 33 % der Rente, die dem Mitglied im Zeitpunkt des Todes zugestanden hat oder hätte. Die Waisenrente wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres der Waise gezahlt, darüber hinaus bei Schul- oder Berufsausbildung bis zum 27. Lebensjahr. Waisen, die in Folge körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung außer Stande sind, sich selbst zu unterhalten, erhalten die Waisenrente auch über das 27. Lebensjahr hinaus, so lange die Beeinträchtigung andauert und keine anderen Leistungsträger eintreten.

 

Finanzierung der Versorgungsleistungen

Der Finanzierung der Versorgungsleistungen liegt das kapitalansammelnde „Anwartschaftsdeckungsverfahren“ zugrunde. Das heißt: jedes Mitglied finanziert seine eigenen Versorgungsleistungen aus seinen Beiträgen und darauf erwirtschafteten Zinsen selbst auf der Basis einer versicherungsmathematischen Kalkulation. Dabei führt jeder Beitrag gemäß einer in der Satzung enthaltenen Umrechnungstabelle zu einer monatlichen Rentenanwartschaft.
Die Höhe des Beitrags bestimmt individuell und direkt die Höhe der Rente, d. h. es erfolgt keine Umverteilung und es gibt keinen „Generationenvertrag“. Beiträge, Erträge und günstige Verwaltungskostenstruktur (keine Abschlussprovisionen, kein Außendienst, keine Aktionäre) sichern hohe Versorgungsleistungen. Bei drohender oder vorhandener Berufsunfähigkeit können Zuschüsse zu Rehabilitationsmaßnahmen gewährt werden. Die laufenden Versorgungsleistungen werden in Form monatlicher Rentenzahlungen erbracht.